Testosteronsubstitution
Unter einer Testosteronsubstitution versteht man den gezielten Ausgleich eines hormonellen Defizits durch die Gabe von Testosteron. Diese Therapie kommt grundsätzlich für Männer infrage, bei denen ein klinisch relevanter und laborchemisch gesicherter Testosteronmangel vorliegt, der mit typischen körperlichen oder psychischen Beschwerden einhergeht. Da es sich um einen Eingriff in den Hormonhaushalt handelt, ist die Behandlung ausschliesslich als ärztlich überwachte, verschreibungspflichtige Therapie zulässig.
Müdigkeit & Antriebslosigkeit
Muskelabbau
Bitte beachten Sie: Diese Symptome sind oft unspezifisch. Das bedeutet, dass sie auch viele andere körperliche oder psychische Ursachen haben können. Eine fundierte Diagnose bedarf immer einer ärztlichen Abklärung und Labordiagnostik.
Typische Symptome
Libidoverlust
Zunahme von Bauchfett
Erektionsstörungen
Stimmungsschwankungen
Mögliche Ursachen
- Natürlicher Alterungsprozess
- Erkrankungen der Hoden oder der Hypophyse
- Bestimmte Medikamente oder chronische Erkrankungen
- Starkes Übergewicht (Adipositas)
Wichtiger Hinweis: Da die Symptome oft unspezifisch sind, ist eine sorgfältige Abklärung mittels Laborwerten (Blutuntersuchung) und ärztlicher Diagnostik zwingend erforderlich.
Formen der Behandlung
Testosteron-Gele
Tägliches Auftragen auf die Haut (Schultern, Oberarme). Ermöglicht einen gleichmäßigen Hormonspiegel.
Injektionen
Depot-Spritzen in den Muskel. Je nach Präparat erfolgt die Anwendung in Abständen von mehreren Wochen bis Monaten.
Pflaster
Kontinuierliche Hormonabgabe über ein Wirkstoffpflaster auf der Haut. Seltener angewendet als Gele oder Injektionen.
Ziel jeder Substitution sind hormonelle Zielwerte im physiologischen Bereich. Eine engmaschige ärztliche Kontrolle (Blutbild, PSA, Hämatokrit, Leberwerte) ist zwingend erforderlich.
Chancen
- Verbesserung von Libido und Erektion
- Steigerung von Vitalität und Stimmung
- Unterstützung des Muskelaufbaus
- Reduktion von Bauchfett
Risiken & Nebenwirkungen
- Blutbildveränderungen (Erhöhung Hämatokrit)
- Prostatavergrößerung
- Verschlechterung einer Schlafapnoe
- Hautirritationen (bei Gelen/Pflastern)
Wann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll?
Ein Testosteronmangel sollte dann ärztlich abgeklärt werden, wenn typische Symptome die Lebensqualität einschränken oder gesundheitliche Risiken bestehen. Folgende Kriterien sprechen für ein Gespräch mit Ihrem Arzt:
- Anhaltende typische Beschwerden (z.B. Antriebslosigkeit, Libidoverlust, erektile Dysfunktion).
- Auffällige Laborwerte in einer vorangegangenen Untersuchung.
- Bestehende chronische Vorerkrankungen oder starkes Übergewicht.
- Unerfüllter Kinderwunsch bei gleichzeitigem Verdacht auf Hormonmangel.
- Fragen zu den individuellen Chancen und Risiken einer Substitutionstherapie.
- Auftreten von Nebenwirkungen unter einer bereits laufenden Therapie.
Was jetzt tun?
Buchen Sie eine Online-Konsultation zur ersten Einschätzung Ihrer Symptome. Gerne besprechen wir gemeinsam Ihre Laborwerte und wägen Nutzen sowie Risiken einer Therapie individuell ab.