top of page

Mein Angebot

Nagelbettentzündung – Schmerzhaft, aber gut behandelbar

Eine Nagelbettentzündung (Paronychie) ist eine Infektion des Gewebes rund um den Finger- oder Zehennagel. Sie kommt sehr häufig vor und kann durch starke Schmerzen, Rötungen und Schwellungen belasten. Meist lässt sie sich jedoch mit einfachen Maßnahmen gut behandeln. Eine rechtzeitige Abklärung und Therapie sind entscheidend, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern und den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Rötung & Schwellung

Typischerweise ist die Haut rund um den Nagel stark gerötet, glänzend gespannt und deutlich geschwollen.

Betroffene Stellen können der Nagelwall, die Nagelfalz oder das Nagelbett sein. Auch eine Überwärmung des Areals ist häufig zu beobachten.

Typische Symptome

Eine Nagelbettentzündung äussert sich meist durch deutliche lokale Anzeichen am Nagelwall, der Nagelfalz oder direkt unter der Nagelplatte.

Pochender Schmerz

Die Entzündung verursacht oft stechende oder pochende Schmerzen, die bei Berührung oder Druck zunehmen.

Eiterbildung

Häufig bildet sich unter der Haut oder am Nagelrand Eiter, der als gelbliche Verfärbung sichtbar wird.

Beweglichkeit

Durch die Schwellung und den Schmerz kann die Beweglichkeit des betroffenen Fingers oder Zehs eingeschränkt sein.

Wie es dazu kommt

Eine Nagelbettentzündung (Paronychie) entsteht meist durch winzige Verletzungen der Haut rund um den Nagel. Diese dienen als Eintrittspforte für bakterielle Erreger (meist Staphylokokken) oder seltener für Pilze. Häufige Auslöser sind eingewachsene Nägel, unsachgemässe Nagelpflege oder wiederholte Reizungen durch Feuchtigkeit und Chemikalien.

Begünstigende Faktoren
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Durchblutungsstörungen in den Extremitäten
  • Geschwächtet Immunsystem
  • Häufiger Kontakt mit Wasser oder Reinigungsmitteln
  • Nägelkauen oder Zupfen an der Nagelhaut

Behandlung der Nagelbettentzündung

Die Behandlung zielt darauf ab, die Entzündung zu hemmen und Schmerzen zu lindern. In den meisten Fällen helfen einfache lokale Maßnahmen, während bei schwereren Verläufen medizinische Unterstützung notwendig ist.

Lokale Maßnahmen & Selbsthilfe
  • Antiseptische Bäder (z.B. mit Povidon-Jod oder Kamille)
  • Hochlagern und Schonen des betroffenen Fingers oder Zehs
  • Anwendung von entzündungshemmenden Salbenverbänden
  • Vermeidung von mechanischer Reizung und Feuchtigkeit
Ärztliche Therapieoptionen
  • Verschreibung von Antibiotika bei bakterieller Infektion
  • Chirurgische Entlastung (Inzision) bei Abszessbildung
  • Behandlung der Grunderkrankung (z.B. Diabetes-Einstellung)
  • Einlage von medizinierten Streifen in den Nagelfalz

Wichtiger Hinweis: Risikopatienten (insbesondere Menschen mit Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen oder Immunschwäche) sollten bereits bei ersten Anzeichen einer Entzündung frühzeitig eine ärztliche Abklärung suchen, um Komplikationen zu vermeiden.

Wann ist ärztliche Hilfe notwendig?

  • Starke, pochende Schmerzen, die den Schlaf stören
  • Sichtbare Eiteransammlung oder Abszessbildung
  • Ausbreitung der Rötung oder rote Streifen am Arm/Bein
  • Fieber, Schüttelfrost oder allgemeines Krankheitsgefühl
  • Eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Fingers oder Zehs
  • Bestehende Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder ein geschwächtes Immunsystem
  • Keine Besserung trotz konsequenter Selbstbehandlung
Was jetzt tun?

Zögern Sie nicht: Bei Risikofaktoren oder einer Verschlechterung der Symptome ist eine zeitnahe Abklärung entscheidend, um Komplikationen wie eine Blutvergiftung zu vermeiden.

bottom of page