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Herpes simplex (Lippen- und Genitalherpes)

Eine Information Ihrer Onlinepraxis

Herpes simplex ist eine weit verbreitete Virusinfektion, die sich meist durch Bläschenbildung an Lippen oder im Genitalbereich äußert. In meiner Online-Hausarztpraxis berate ich Sie diskret, fachmännisch und zeitnah zu Symptomen, dem richtigen Umgang mit Ausbrüchen sowie modernen Therapieoptionen nach aktuellem medizinischem Kenntnisstand.

Wie äußert sich Herpes?
Lippenherpes (Herpes labialis)

Typische Anzeichen sind ein anfängliches Kribbeln, Brennen oder Jucken an der Lippe. Kurz darauf bilden sich schmerzhafte, flüssigkeitsgefüllte Bläschen, die nach einigen Tagen aufplatzen und verkrusten.

Genitalherpes (Herpes genitalis)

Häufig treten Schmerzen, Juckreiz oder ein unangenehmes Spannungsgefühl im Intimbereich auf. Es bilden sich kleine Bläschen an den Geschlechtsorganen oder am After, begleitet von Lymphknotenschwellungen.

Ursachen & Trigger

Lippen- und Genitalherpes werden durch das Herpes-simplex-Virus (HSV) verursacht. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus lebenslang im Körper und wird durch Faktoren wie Stress, Infekte oder UV-Licht reaktiviert.

  • Physischer oder psychischer Stress
  • Infektionskrankheiten (z.B. Erkältung)
  • Starke UV-Bestrahlung
  • Hormonelle Veränderungen
  • Geschwächtes Immunsystem
Moderne Behandlungsansätze
Antivirale Salben

Bei ersten Anzeichen wie Kribbeln oder Brennen können antivirale Salben (z.B. mit Aciclovir oder Penciclovir) die Virusvermehrung lokal hemmen und die Abheilungsdauer verkürzen. Eine konsequente Anwendung alle 2-3 Stunden ist für den Behandlungserfolg entscheidend.

Systemische Therapie

Bei schwereren Verläufen oder Genitalherpes ist oft eine medikamentöse Behandlung in Tablettenform (z.B. Valaciclovir) notwendig. Diese wirkt systemisch im gesamten Körper und ist besonders effektiv, um die Ausbreitung bei Erstinfektionen oder rezidivierenden Ausbrüchen zu kontrollieren.

Schmerzlinderung

Begleitend zur antiviralen Therapie helfen schmerzlindernde Gele oder Tabletten, die Beschwerden zu minimieren. Bei Lippenherpes können auch Hydrokolloid-Pflaster („Herpes-Patches“) die Wundheilung fördern und das Risiko einer Schmierinfektion auf andere Körperstellen senken.

Wann zum Arzt?

Suchen Sie ärztliche Hilfe bei: Erstinfektionen, Mitbeteiligung der Augen, häufigen Rückfällen (> 6/Jahr) oder wenn Sie immunsupprimiert sind.

Bei Herpes simplex ist eine frühzeitige Behandlung entscheidend. Insbesondere bei Bläschen in Augennähe oder starken Schmerzen im Genitalbereich sollte eine zeitnahe medizinische Beurteilung erfolgen, um Komplikationen zu vermeiden und die Heilungsdauer zu verkürzen.

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